HLF 1
MTF-A
TLFA-2000
TSA 750
Anhänger
Ausser Dienst
Atemschutz

Gerätschaften

Geräte   Stück   Bezeichnung   Angeschafft  
       
Masken für Überducksystem  6 Stk  Ü Dräger f2 EPDMP  2012-dato 
Pressluftatmer (Überdruck)  3 Stk  PA Pss 90/DZ  2012-dato 
Pressluftatmer (Normaldruck)  3 Stk  PA 94 PLUS 1800  1995-dato  
Masken  3 Stk  Dräger Nova RA (für Normaldruck)  1982-dato 
Flaschen 6l  9 Stk   Stahlflaschen 3 Neuanschaffungen 2012  1982-dato bzw. 2012-dato  
Pressluftatmer   3 Stk  PA 80/1800  1982-1999 


Normaldrucksystem



Atemschutzgeräte

Die Feuerwehr Kirchenlandl verwendet derzeit, 3 Stück Pressluftatmer der Marke Dräger mit der Bezeichnung PS 94 PLUS 1800.

Seit 1982 werden auch bei unserer Feuerwehr Atemschutzgeräte verwendet. Die ersten Geräte waren ebenfalls von der Firma Dräger PA 80/1800, diese wurden jedoch bei der Anschaffung der neuen Geräte 1992 ausgeschieden.

Pressluftatmer sind umluftunabhängige Atemschutzgeräte, die den Träger mit Atemluft auseiner Druckluftflaschen mit einem Fülldrücken von 300 bar versorgen.
Pressluftatmer werden für alle Arbeits- und Rettungsaufgaben eingesetzt.


Seit Herbst 2012 wurden bei der Feuerwehr Kirchenlandl drei weitere (leicht gebrauchte) Gerätschaften angekauft. Dabei handelt es sich aber um ein neues System und unterscheidet sich somit vom bereits Bestehendem. Die neuen Geräte funktionieren auf dem Prinzip des Überdruckes im Maskensystem.

Vorteile der neu beschafften Technik:
In der Überdruckausführung wird die gesamte Atemschutzmaske unter Druck gesetzt, um ein Eindringen von Schadstoffen in die Maske zu verhindern.

Das Tragegestell ist ergonomisch geformt und folgt der natürlichen Form des Rückens. Durch die sichere Verbindung mit den gepolsterten Leib- und Tragegurten, wird sichergestellt, dass das Gewicht jederzeit optimal auf den Hüften liegt. Rückenbelastung, Stress und Ermüdung werden somit deutlich reduziert.


Generelle Verwendung des Atemschutzes:

Enthält die Umgebungsluft zu wenig Sauerstoff, weniger als 17 Vol.-%, oder sind giftige Gase vorhanden, die durch Gas- oder Kombinationsfilter nicht absorbiert werden können und ist die Art und/oder die Konzentration der Atemgifte unbekannt, muss umluftunabhängiger Atemschutz verwendet werden.
Hier werden daher Pressluftatmer verwendet. Aufgrund der begrenzten Luftmenge ist jedoch die Einsatzzeit meist auf 15 - 45 Minuten begrenzt. Die Einsatzdauer ist abhängig vom Alter des Geräteträgers, von der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Art der Belastung im Einsatz.

Aufbau eines Atemschutzgerätes

Die Atemschutzgeräte haben Flaschen, in denen die Luft mit 300 bar gespeichert ist. Die Flaschen bestehen aus Stahl.
Da man die Luft nicht mit diesem hohen Druck einatmen kann, befindet sich vor der Atemschutzmaske ein Lungenautomat, dem ein Druckminderer vorgebaut ist. Dieser reduziert den Luftdruck von 300 bar auf den sogenannten Mitteldruck von 5 bis 8 bar (je nach Gerätetyp). Der Lungenautomat ist eine atemgesteuerte Dosiereinrichtung, die den Mitteldruck auf einen vom Menschen atembaren Niederdruck (im Millibar-Bereich) reduziert und nur die Luftmenge freigibt, die man einatmet.

Es gibt Lungenautomaten in Normaldruckausführung und Überdruckausführung.
Bei der Normaldruckausführung wird nur das einzuatmende Luftvolumen freigegeben .
In der Überdruckausführung, die auch wir seit Herbst 2012 verwenden, wird die gesamte Atemschutzmaske unter Druck gesetzt, um ein Eindringen von Schadstoffen in die Maske zu verhindern.

Wir verwenden 300-bar-Geräte mit einer Druckluftflasche aus Stahl mit 6 Liter Volumen (=1.636 l Atemluft).

Die Flaschen sind auf einem Tragegestell befestigt, dass zum besseren Tragen gepolstert oder schalenförmig ist. Die Tragegurte und der Bauchgurt sind verstellbar und müssen beim Tragen fest sitzen. Sie sind schwer entflammbar und aus verrottungsfestem Material hergestellt.



Druckkontrolle

Zur Kontrolle hat man ein Manometer (auch Finimeter bezeichnet), auf dem man laufend beobachten kann, wie hoch der Luftdruck in der Flasche noch ist. Zum Schutz, dass die Luft in der Flasche zu Neige geht, gibt es eine akustische Warneinrichtung in Form einer Signalpfeife, die bei einem Druck zwischen 50 und 60 bar zu pfeifen beginnt. Das Warnsignal ist kein Rückzugssignal, da je nach den örtlichen Gegebenheiten der Rückweg länger dauern kann als die noch verbliebene Luft reicht.

Wichtig sind auch die durchzuführende Atemschutzüberwachung, regelmäßige Druckkontrolle sowie die Berechnung der Zeit des Rückzugweges (das Doppelte des Anmarschweges). Der Rückzug wird truppweise angetreten und richtet sich nach dem Geräteträger mit dem größten Atemluftverbrauch.

Atemschutzgeräteträger mit Ausrüstung



Sicherheitsmaßnahmen

Eine weitere neue Sicherheitsmaßnahme bei umluftunabhängigen Atemschutzgeräten ist der sogenannte Totmannwarner oder Bewegungslosmelder und die elektronische Atemschutzüberwachungstafel. Beide Geräte wurden im November 2008 von unserer Wehr angeschafft.

Die neue Dräger REGIS 300 Überwachungstafel ist eine handliche und robuste Tafel zur ständigen Überwachung von Atemschutz-Geräteträgern, die sich im Einsatz befinden.
Sie dient der Kontrolle von Einsatzzeiten sowie der automatische Zwischenalarmierung – nach Ablauf von fest definierten Zeiten(für den Rückzug).
Denn: Einsatzkontrolle kann lebensrettend sein!

Totmannwarner

Atemschutztotmannmelder Hersteller: Interspiro
Alarmsignal: min. 98dBA auf 3 m
Anzeige: optische und akustische Anzeige

Zur Sicherung der Atemschutztrupps setzt die Feuerwehr Verl sog. "Totmannwarner" oder auch"Bewegungslosmelder" vom Typ SUPER PASS II der Firma Interspiro ein. Hierbei handelt es sich um ein persönliches, multifunktionelles Alarmsicherheitssystem, das an jedem Atemschutzgerät angebracht ist und somit jeder Einsatzkraft unter Atemschutz zur Verfügung steht.

Das Gerät wird automatisch bei Entnahme des Sicherheitsbügels aktiviert. Für den Fall, dass der Träger des Gerätes länger als ca. 25 sec bewegungslos ist, schaltet sich der Alarm ein. Benötigt der Träger sofortige Hilfe, kann der Alarm auch jederzeit manuell ausgelöst werden.

Gleichzeitig enthält das Gerät auch einen Temperaturalarm. Diese Eigenschaft ist hilfreich, um dem Träger zu signalisieren, dass die maximale Temperatur zur Funktion der elektronischen Komponenten des Gerätes erreicht ist (bei 195°C nach ca. 6 min.).


 

Funktionsweise Totmannwarner

Nach Entnahme des Sicherheitsbügels wird das Gerät aktiviert und zeigt den aktiven Zustand mit andauerndem Blinken von vier gelben LED's an. Wenn nun innerhalb von ca. 18-23 Sekunden keine Bewegung festgestellt wird, aktiviert sich das Vorwarnsystem. Die gelben LED-Blinklichter werden durch rotblinkende Signale unterbrochen und es ertönen lauter werdende Warnsignale.

Wenn SUPER PASS II nach dem Voralarm ca. 30-35 Sekunden keine Bewegung registriert, geht die Einheit in den Hauptmodus über. Das rote Blinklicht pulsiert nun ständig, die akustischen Warnsignale werden in rascher Folge sehr laut abgegeben. (> 98dBA auf 3m)

Der Vor- und auch der Hauptalarm können durch Bewegung oder durch manuelles Rückstellen wieder aufgehoben werden. Das Gerät stellt sich dann automatisch zurück und geht wieder in den aktiven Überwachungsmodus.

Geräteträger

Name   Prüfung   Anmerkung  
     
Höbenreich Klaus  13.06.1990   ATS-Geräteträger und ATS-Wart  
Großmann Alois  15.05.1987   ATS-Geräteträger und ATS-Wart  
Edlinger Harald  15.03.1995   ATS-Geräteträger  
Längauer Felix  15.03.1995   ATS-Geräteträger  
Füreder Harald  20.05.1998   ATS-Geräteträger  
Grader Harald  23.06.1999   ATS-Geräteträger  
Feldbauer Josef  23.06.1999   ATS-Geräteträger  
Baumgartner Christian  07.06.2000   ATS-Geräteträger  
Deutschmann Thomas  07.11.2007   ATS-Geräteträger  
Grabner Matthias   April 2009  ATS-Geräteträger 
Schröcker Heimo  Oktober 2009  ATS-Geräteträger 
Pfeifer Dieter  Oktober 2013  ATS-Geräteträger ATS-Wart 
Mayrhofer Philipp  Oktober 2013  ATS-Geräteträger 
Schröcker Fabian  März 2016  ATS-Geräteträger 
Steinauer Siegfried  März 2016  ATS-Geräteträger 
Haring Wolfgang  Juni 2016  ATS-Geräteträger  
Spanner Andreas  Juni 2016  ATS-Geräteträger  
Mager Jürgen  Juni 2016  ATS-Geräteträger